DRK Grefrath organisiert Stammzell- und Knochmark-Typisierung

Blutspende und Stammzelltypisierung können am Freitag, 02.12 gemeinsam erfolgen

Das Deutschen Roten Kreuz Grefrath und die Westdeutsche SpenderZentrale organisieren gemeinsam eine Typisierung im Rahmen der Blutspende. Alle interessierten Personen zwischen 18 und 40 Jahren sind herzlich eingeladen, sich (kostenfrei) als freiwillige Blutstammzell-/Knochenmarkspender in die Datei aufnehmen zu lassen. Die Typisierung findet in der „Schule an der Dorenburg“, Burgweg 32, von 16 bis 19:30 Uhr statt. 

„Anlass für die Aktion ist neben unserem 125jährigen Bestehen auch die erfolgreiche Stammzellspende einer Grefrather DRK-Helferinnen. Sie wurde vor einem halben Jahr informiert, dass ihre Stammzellspende ein Leben retten kann, hat anschließend erfolgreich gespendet und nun die Mitteilung erhalten, dass die Spendenempfängerin das Krankenhaus bereits verlassen konnte“.

Christian Kappenhagen, Vorsitzender des Grefrather DRK

„Unter den weltweit registrierten Spendern können für fast 80% der suchenden Patienten geeignete Spender gefunden werden, die übrigen haben bislang keine Chance. Deshalb bemühen wir uns um neue freiwillige Spender.“, so Rolf Beer, stv. Bereitschaftsleiter und Organisator der Blutspenden.

Darum ist eine Stammzell-Typisierung so wichtig

Jährlich erkranken bei uns mehr als 11.000 Menschen an Leukämie und weiteren Krankheiten des Immun- und blutbildenden Systems. Leukämie ist eine bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen, die im Knochenmark gebildet werden. Für viele dieser Patienten ist eine Transplantation von blutbildenden Stammzellen aus dem Knochenmark oder dem Venenblut eines gesunden Spenders die einzige Rettung. Hierzu müssen aber bestimmte Gewebemerkmale zwischen Spender und Patient übereinstimmen. Diese sog. HLA-Merkmale sind sehr vielfältig und verschieden; es gibt theoretisch mehr als 50 Mio. Kombinationsmöglichkeiten. Die Vermittlung geeigneter Spender an die weltweit suchenden Transplantationseinheiten wird von Spenderdateien wie der Westdeutschen SpenderZentrale (WSZE), einer Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes, wahrgenommen.

So funktioniert die Typisierung

Die Gewebemerkmale können einfach anhand einer Blutprobe (< 10 ml) bestimmt werden. Jede weitergehende Testung ist auch mit einer Blutentnahme verbunden, daher entnehmen wir schon für die Eingangstestung etwas Blut. Dieses eine Röhrchen Blut wird innerhalb einer Minute entnommen. Die nicht unerheblichen Laborkosten für diese Eingangstestung müssen durch Spendengelder finanziert werden, da weder die Krankenkassen, noch Bund oder Länder diese Kosten tragen.

Die gefüllten Blutröhrchen werden direkt nach der Aktion in das Labor der WSZE gebracht, wo die Gewebemerkmale molekulargenetisch bestimmt werden. Die Ergebnisse liegen nach wenigen Tagen vor und werden in die Datenbank der WSZE eingespielt. Diese übermittelt die relevanten Daten, verschlüsselt unter einer Spendernummer, weiter an das Zentrale Knochenmarkspender-Register in Ulm (ZKRD). Dort laufen die patientenbezogenen Suchen nach dem passenden Spender. 

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