Großübung mit Verletzten und viel Technik

Am Samstag, 8.10.2016 haben DRK-Einsatzeinheit und THW Kempen in Grefrath eine Großübung durchgeführt.

Insgesamt 50 Helferinnen und Helfer haben in zwei Szenarien ihr medizinisches, technisches und logistisches Können unter Beweis stellen müssen. Auch in Übungen ist der Stress groß, insbesondere weil die Verletztendarsteller professionell geschminkt wurden und verschiedene Verletzungen, z.B. auch offene Brüche sehr realistisch dargestellt wurden. Hier hat das Jugendrotkreuz nicht nur mit vielen Darstellern, sondern auch mit seiner Notfalldarstellung (ND) tatkräftig mitgewirkt. Die gesamte Übung fand auf dem Gelände der ehem. NATO-Kaserne, also bei uns „zuhause“ statt.

Im ersten Szenario wurde ein Arbeitsunfall in einem Kriechkeller simuliert. Hier mussten 13 Verletzte gerettet werden. Diese große Zahl kann nur versorgt werden, indem zunächst eine „Patientenablage“ eingerichtet wird. Die Verletzten wurden dann einzeln von DRK- und THW-Helfern aus dem sehr schwer zugänglichen Keller über ein Bodenloch geborgen und medizinisch versorgt.

Im zweiten Szenario wurde ein Unfall simuliert, bei dem ein PKW in eine Tiefgarageneinfahrt gerast ist und unter einem Pfeiler (hier einem Baum) begraben wurde. Hier waren 9 Verletzte zu bergen und zu versorgen. Die technische Bergung erfolgte durch das THW unter Anleitung der Feuerwehr. Hierbei kam auch schweres Gerät wie hydraulische Spreizer und Zangen zum Einsatz um das Dach zu entfernen. Die Bergung der Patienten stellte sich als besondere Herausforderung heraus, weil unter hohem Zeitdruck und natürlich die simulierten Verletzungen und Symptome berücksichtigt werden mussten. Auch hier wurde eine Patientenablage für die weitere Versorgung eingerichtet.

Nach Abschluss der Übung war DRK-Bereitschaftsleiter Bastian Siebrandt, der mit seinem Team die Übung über Wochen vorbereitet hatte, sehr zufrieden: „Die Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen hat gut geklappt und die beiden komplexen Szenarien sind einem Ernstfall schon recht nah gekommen. Dinge, die nicht auf Anhieb geklappt haben, werden nun verstärkt geübt. Das DRK ist auch auf größere Verletztenzahlen gut vorbereitet.“

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