Einsatzeinheit unterstützt Bombenentschärfung in Viersen

Wir sind im Einsatz in Viersen, Donker Weg. Dort wurde heute ein Blindgänger einer Weltkriegsbombe gefunden der jetzt entschärft wird. Die Leitstelle hat dazu u.a. auch die 4. Einsatzeinheit des DRK alarmiert, die mit BTP-500 (Betreuungsplatz) und PTZ (Patiententransportzug) vor Ort sind. Evakuiert werden ca. 1.000 Personen, 2.000 sind im äußeren Gefahrenbereich betroffen. Wir sind derzeit mit zahlreichen Helfer/innen und KTW, Betreuungskombi und Gerätewagen Technik im Einsatz.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) hat bei der Sondierung am Donker Weg einen Blindgänger gefunden. Die Bombe mit einer Sprengkraft von 250 Kilogramm muss am Fundort entschärft werden. Alle Menschen müssen den Bereich im Umkreis von 400 Meter um die Fundstelle verlassen. Im Umkreis von 800 Meter ist der Aufenthalt im Freien verboten.

Die Entschärfung der Bombe soll nach Angaben des KBD um ca. 14.30 Uhr beginnen. Damit der Zeitplan eingehalten werden kann, muss sofort mit der Evakuierung der Gefahrenzone begonnen werden. Bei der Evakuierung, Absicherung der Gefahrenzone und der Unterstützung der Bevölkerung arbeiten Stadt Viersen, Kreispolizei und Hilfsorganisationen eng zusammen. Die endgültigen Entscheidungen über die Entschärfung trifft allein der Kampfmittelbeseitigungsdienst.

Evakuierungsbereich:
Nördlich der Bahnstrecke von der Stadtwaldallee östlich über Bachstraße/Beckersweg hinaus bis Höhe Donker Weg 69. Eingeschlossen sind die Nebenstraße in diesem Bereich.
Südlich der Bahnstrecke Bachstraße bis zur Einmündung Helmholtzstraße, Helmholtzstraße 5, Am Haskamp bis Höhe Hausnummer 15, Dammstraße ab Hausnummer 8. 
Betroffen sind etwa 1100 Menschen.

Alle Gebäude in diesem Bereich werden von Evakuierungsteams der Stadtverwaltung aufgesucht. Die Menschen werden aufgefordert, den Gefahrenbereich unverzüglich zu verlassen. Die Stadt Viersen weist darauf hin, dass Feuerstellen gelöscht, Elektroherde und Heizlüfter abgeschaltet und Gashähne abgesperrt werden sollten. Im Freien stehende Kraftfahrzeuge sollten entfernt werden.

Es gibt keine Ausnahmen von der Pflicht, den Evakuierungsbereich zu verlassen. Gegebenenfalls wird die Polizei zur Durchsetzung der Pflicht hinzugezogen. Hinweise für Menschen, die den Bereich nicht aus eigener Kraft verlassen können, folgen weiter unten.

Äußere Gefahrenzone:
Nördlich der Bahnstrecke ab Höhe der Einmündung Am Kettelbaum/Am Sandhof östlich bis zum Ende der Ortslage am Donker Weg stadtauswärts. 
Südlich der Bahn östlich einer Linie von der Neuwerker Straße/Immelbusch bis Hosterfeldstraße/Eichenstraße. 
Betroffen sind etwa 2000 Menschen.

In diesem Bereich ist der Aufenthalt im Freien verboten. Die Empfehlung lautet, auch diesen Bereich zu verlassen. Wer das nicht möchte, sollte sich im Keller oder in einem der Fundstelle abgewandten Teil des Gebäudes aufhalten.

Die Information der Menschen in diesem Bereich erfolgt durch Lautsprecherdurchsagen der Polizei. Die Stadt bittet darum, dass die Bewohnerinnen und Bewohner auch Nachbarinnen und Nachbarn verständigen, die beispielsweise aufgrund von Hör- oder Sehbehinderungen oder mangels ausreichender Sprachkenntnisse unterstützt werden.

Hinweise für alle Bereiche:
An den Rändern des äußeren Gefahrenbereichs werden Straßensperren eingerichtet. Diese können ausschließlich passiert werden, um den Gefahrenbereich zu verlassen. Fahrzeug- und Fußgängerverkehr in den Gefahrenbereich hinein oder innerhalb des Bereiches werden unterbunden.

Der Evakuierungsbereich wird ab 12 Uhr abgesperrt. Der Linienbusverkehr im betroffenen Bereich endet um 13 Uhr.

Wer den Gefahrenbereich nicht aus eigener Kraft verlassen kann, kann die Hilfe des Krankentransportdienstes in Anspruch nehmen. Dieser ist unter der Telefonnummer 02162 19222 zu erreichen. Hilfsbedarf sollte sofort angemeldet werden.

Wer während der Bombenentschärfung nicht anderweitig unterkommt, kann die Sammelunterkunft in der Sporthalle Löh am Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium, Konrad-Adenauer-Ring 30, nutzen. Dort steht Betreuungspersonal der Hilfsdienste zur Verfügung.

Die Stadt Viersen hat einen Stab für außergewöhnliche Ereignisse gebildet. Dieser Stab koordiniert alle Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und stimmt sich permanent mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst ab. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Stadt sind in den Stab für außergewöhnliche Ereignisse auch die Polizei und die eingesetzten Hilfsdienst eingebunden.

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